Gastbeitrag: Keine Anpassung der Coffeeshopverordnung in Harderwijk

Mein Aufruf vom Wochenende hat gefruchtet! Unser treuer Leser Eli möchte hier im Blog jetzt auch ein wenig mitmischen! Hier sein erster Beitrag:

Das Wappen von Harderwijk

Das Wappen von Harderwijk

Anwohner und der Besitzer des Coffeeshops „Liberty“ in Harderwijk (Gelderland) schlagen Alarm. In ihren Augen steigen die Kriminalität und die Belästigung wegen der Coffeeshoppolitik des örtlichen Bürgermeisters Harm-Jan van Schaik (CDA).

Seit dem 1. Januar dieses Jahres müssen Coffeshopkunden eine Einwohnermeldebescheinung (GBA-Auszug) vorzeigen, wenn sie Gras oder Hasch kaufen wollen. So eine Bescheinigung kostet 7,50 Euro und muss alle vier Wochen neu bei der Stadt beantragt werden.

Der Coffeeshopbetreiber findet dieses neue Gesetz desaströs für Harderwijk. Nach ihm werden Leute die gelegendlich einen Joint rauchen in die Arme von Straßendealern getrieben. Viele vormalige Libertykunden weigern sich eine Bescheinigung vom Einwohnermeldeamt zu besorgen. Inzwischen ist es soweit, dass sich die Straßendealer in der Umgebung des „Liberty“ aufhalten, um die Kunden abzufangen. Auch die Anwohner finden, dass die Belästigungen seit der Einführung in dieser Gegend zugenommen hat.

Das „Liberty“ will, dass Harderwijk in seiner Coffeeshopverordnung dem Beispiel von Nachbarstädten wie Amersfoort und Zwolle folgt. Das sieht Bürgermeister Van Schaik allerdings anders: „Wir setzen ausschließlich die Vorgaben der Regierungspolitik um“.

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de
  • Sebastian

    Dies ist Eli´s zweiter Beitrag, der erste war ein Reisebericht aus Venlo, oder?
    Nachtrag: Der Reisebericht ist von Elli.

    • eli

      Ist sogar schon mein vierter Beitrag! Elli und Eli ist die gleiche Person.

  • Sebastian

    Schade, das es in Harderwijk nur noch einen Coffeeshop gibt. Vor ca. 10 Jahren war ich mal mit Kollegen da, deren Eltern dort ihr Boot liegen hatten, da vermissten wir schon einen Laden, den sie noch von früher kannten, aber damals gab es immerhin noch zwei.
    Zum Burgermeister: Will er seine Verantwortung an Ivo abgeben? In der Regierungsvorgabe steht doch auch, das sie den lokalen Bedingungen angepasst werden soll. Maßarbeit ist gefragt.

    • Revil O

      „Maßarbeit ist gefragt“ !!!
      Das ist korrekt!!
      Doch sollte zur Maßarbeit bei den politisch Verantwortlichen auch ne gute Portion Gehirn vorhanden sein.
      Damit scheint es bei konservativen Politikern aber Hopfen und Malz verloren zu sein.
      Wenn politisch verantwortliche die Realität entgegen allen Fakten weg ignorieren ist ne vernünftige Maßarbeit nicht gerade einfach, wie z.B. Maastricht ne ganze Zeit bestens unter Beweis stellt.^^

      • Tom

        Die heutigen Konservativen sind nur noch ewig Gestrige, die den wirklichen Sinn des Konservativismus, nämlich bewahren des BEWAHRENSERTEN (und nicht generall von allem Gestrigen!) völlig vergessen haben. Die heutigen Konservativen sind nur noch denkfaul.

        Das beweist sogar eine wissenschaftliche Studie! Hier bei Heise zu sehen. http://www.heise.de/tp/artikel/36/36725/1.html

        Und Heise.de ist nun wirklich eine der seriösesten Seiten im Netz :D

        • eli

          Die Frage ist doch: Wie bekommt man die Macht? Die meisten Menschen wollen einfache Lösungen, und die bieten die Konservativen. Man kann sich die Menschen nicht aussuchen. Sie sind wie sie sind.

          • Tom

            ja, das stimmt wohl. Nur – meine Meinung – die Zeit momentan ist reif für echte Lösungen ! Man sieht ja z.Zt. überall auf der Welt, das diese einfachen Lösungen, die die Konservativen bevorzugen, letztlich alles nur komplizierter machen, weil sie – und das liegt in ihrer Natur! – wichtige Dinge einfach außer Acht lassen. Man sieht es an der Finanzkrise. Die Ursache dafür war ja auch eine solche „einfache“ Lösung der Konservativen, nämlich die Deregulierung der Finanzmärkte, die nun einen Staat nach dem anderen in den Abgrund reißt.

            Auch an dem relativen „Nebenproblem“ weiche Drogen legalisieren, sieht man, das die „einfache“ Lösung (alles verbieten) letztlich viel mehr Probleme macht, als vorher jemals da waren.

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