Debatte in der Tweede Kamer

Tweede Kamer - CC-License - "Sisyfus"

Tweede Kamer – CC-License – „Sisyfus“

Am Mittwoch den 19.02. findet in der Tweede Kamer (niederländisches Parlament) eine Debatte über die zukünftige Cannabispolitik der Niederlande statt. Anlass ist das Joint Regulation Manifest, das bisher 41 Gemeinden unterzeichnet haben. Justizminister Opstelten äußerte sich bereits am Montag in einem Brief an das Parlament.

„Ich stimme vollends mit den Gemeinden überein, wenn sie sagen, dass die organisierte Kriminalität ein ernstes Problem für sie darstellt und man sich diesem annehmen sollte. Es muss sicherlich eine Antwort auf dieses Problem gefunden werden, jedoch nicht durch die Regulierung des Cannabisanbaus, sondern indem die Kriminalität angepackt wird.“

„Die Mehrheit des in den Niederlanden angebauten Cannabis ist für den Export bestimmt. Weder die illegalen Plantagen in Wohnhäusern (oder an anderen Orten) noch die dahinterliegende organisierte Kriminalität wird mit einer Regulierung verschwinden“.

Der Ruf nach Regulierung leitet sich nach Opsteltens Ansicht auch ab  „aus dem Wunsch, die Qualität des Cannabis im Rahmen der Volksgesundheit zu sichern“. Jedoch hat die Regierung nach Opsteltens Aussagen bereits einige Vorkehrungen getroffen, um die Gesundheitsgefahr von verunreinigtem Cannabis zu verhindern.

Eli

Eli

Die Einführung des Wietpas hat mich dazu gebracht, mich für die niederländische Cannabispolitik zu interessieren. Ich komme aus dem mittleren Ruhrgebiet und bin wie so viele am Wochenende immer mal gern in die niederländischen Grenzstädte zu den Coffeeshops gefahren. Die negative Meinung gegenüber Cannabis ist ein Vorurteil, für dessen Abbau ich mich einsetzen möchte!
Eli
  • Hanfbauer

    Was Opstelten hier sagt, ist Unsinn, die organisierte Kriminalität gibt es nur aufgrund des Verbots. Wenn jeder growen darf, warum soll es dann Kriminalität geben ? Wer ist so dumm, sich für 15 € per Gramm Cannabis zu kaufen, wenn er es für fast umsonst haben kann.

    Viele growen Indoor und da gibt es viele Gefahren durch Brände. Aber das wird ja nur gemacht, weil es verboten ist ! Es gibt nur einen Weg um die Kriminalität zu packen – legalisieren und regulieren. Der VVD will wahrscheinlich das Problem durch immer mehr Polizei lösen. Wieviel das nützt können sie an der USA und Mexico sehen – NIX ! (da ist es im Gegenteil schlimmer als überall sonst !).

    Das ist nun mal ein Bedürfnis in der Bevölkerung und das kriegt man niet mit Verboten weg – in 1000 Jahre niet ! Die Leute werden immer einen Weg finden. Wenn nicht legal – dann illegal. Ich versteh auch gar niet, warum man soviel Angst vor Cannabis und so wenig Angst vor Alkohol hat. Da sterben in der Niederlande, soviel ich weis 20.000 Menschen jedes Jahr dran. An Cannabis – keiner !

    • GHads

      Eine Aussage von einer amerikalinschen Politikerin dazu (wenn ich mich recht errinnere vor ein paar Jahren):

      Reporter: Warum is Cannabis illegal?
      Politikerin: Weil es gefährlich ist!
      Reporter: Warum ist es gefährlich?
      Politikerin: Weil es illegal ist!

      DAS ist die Einstellung unserer Politiker. Und kommt denen ja nicht mit Fakten! Mehr Erfolg verspricht der schwarze kleine Koffer. Da wird auch mal Ideologie fallengelassen

      • Tom

        Daran siehst du, das das Verbot (entgegen allen Presseverlautbarungen) rein ideologische Gründe hat. Konservative haben einfach keine stichhaltigen und logischen Argumente für das Verbot. Das siehst du ja schon an Opstelten, der wie eine Gebetsmühle ständig wiederholt „wir können es nicht machen, weil Internationale Verträge es nicht erlauben“ .

        Mal abgesehen davon, das das gar nicht stimmt (es steht NICHT in den Verträgen!), sondern das die Verträge von der VVD nur sehr einseitig ausgelegt werden, ist das auch kein Argument, weil Verträge ja auch unter falschen Vorraussetzungen abgeschlossen werden können. Und überhaupt, seit wann halten sich EU-Länder an die Verträge ? Im Maastrichter Vertrag ist z.B. eine Haftungsunion zwischen den Ländern verboten worden. Und was haben wir jetzt ?

    • Tom

      Ja, das ist auf die dauer der Einzige Weg, um die Kriminalität wegzukriegen. Solange Grass ein wertvolles Handelsgut ist, wird es immer mehr Drugrunners in den Städten geben.
      Wenn der Anbau freigegeben wird, warum sollte man dann noch zum Dealer rennen und sich für 70 Euros 5 gr. verseuchten Dreck kaufen? Wenn man dann zuhause 100gr. für fast umsonst hat, ohne Streckgift und in bester Anbauqualität ? Leute, die dann noch bei irgendwelchen Dealern kaufen, wären wirklich mit sämtliclhen verfügbaren Klammerbeuteln gepudert .

      Es gibt keine anderen Weg, um Kriminalität zu bekämpfen, man muß die Ursache für diese beseitigen und die ist, das man mit Cannabis viel Geld verdienen kann und das läßt sich kein Krimineller wegnehmen, mit noch soviel Polizei nicht. Die Lebenslüge von Konservativen ist eben, das man mit genügend Polizei alle diese Probleme lösen könnte.

      Wir sehen aber in allen Ländern, wo dies gemacht wird (inklusive jetzt auch die Niederlande) das es das nur schlimmer macht. Warum wird denn in Deutschland mehr gekifft wie in der Niedelande (bezogen auf eine Million Einwohner) ?

      Die Antwort ist für mich einfach, es wird nicht die Ursache der Kriminalität beseitigt, sondern es wird (durch immer mehr Polizei) an den Symptomen herumgedoktert, und das war noch nie ein Erfolgsrezept in keinem Bereich!

      Diese Politik ist unlogisch, sachlich falsch und schädlich für die Volksgesundheit und das wird sich auch mit mehr Polizeieinsätzen nicht ändern. Warum auch ? Die Kriminellen werden dann auch aufrüsten (wie in den USA) und irgendwann liegen dann die ersten Toten von irgendwelchen Bandenkriegen auf der Straße. Die lassen sich von ihnen ihr Geschäft nicht wegnehmen Herr Opstelten !

      Das geht nur, wenn das, was sie verkaufen plötzlich kaum noch was wert ist, weil es jeder haben darf ! Dann hat sich das Problem ganz schnell erledigt. Alles andere ist Humbug und macht das Problem nur immer schlilmmer (wie wir jetzt u.a. auch in Maastricht deutlich sehen).

      • maastricht420

        und es liegen schon tote auf den straßen von Maastricht…

  • KifferJan

    Also nichts neues von Opstelten. Dieser Starrkopf wird seine Meinung auch nicht ändern, weil eine vollständige Legalisierung von Cannabis nicht in sein Weltbild passt. Ich denke er weiß was für einen Nonsens er da von sich gibt, er muss aber sein konservatives Wählerklientel befriedigen. Würde Ivo einknicken, hätte er sein Gesicht verloren.

  • Maastricht420

    Ich hoffe das sich was tut.

    War gestern mit meiner Freundin in Maastricht unterwegs und wir wurden mal wieder von den Streetrunnern so belästigt das ich dieses mal die Schnauze voll hatte und ins Stadthaus(Mosae Forum) bin und sie gebeten habe die Polizei zu verständigen.
    Die Dame an der Rezeption war anscheinend verwundert wieso ich mich über die Runner beschwere und holte erst mal einen Sicherheitsmann des Stadthauses. Der sagte ihr das sie jetzt die Polizei rufen soll der Wachmann fragte mich noch ob ich ihm zeigen kann wo die runner stehen. Bin dann kurz mit ihm raus und habe ihm die stelle gezeigt( sie standen mit 6 man gegenüber vom Mississippi) in diesem Moment werde ich trotz des Wachmanns wieder von Runnern angesprochen und das direkt vorm Stadthaus keine 5 m!!

    Polizei wurde während dessen von ihr angerufen und ich wurde dann reingebeten um mit der Polizei am Telefon zu sprechen.

    Die Dame der Polizei fragte erst mal ob ich in Maastricht wohne oder Tourist bin, Darauf hin sagte ich ihr das meine Freundin schon 3 Jahre in Maastricht wohnt und ich seit nem 3/4 Jahr. Und ich jetzt die Schnauze voll habe.Und das meine Freundin erst vor kurzem an einem Freitag Abend auf dem weg nach hause von den runnern so belästigt und bedrängt wurde inkl. anfassen und 30 Euro für nen fick bieten das sie sich für die 800m vom mosae Forum nach hause ein Taxi nehmen musste. Sie hatte zu viel Angst alleine nach Hause zu gehen
    Wurde dann gefragt wo wir wohnen und ich sagte ihr in Wyck.
    Sie sagte dann das wir jetzt nach Hause gehen können und eine Streife jetzt auf dem Weg sei… Ich hab dann den Hörer einfach fallen lassen habe meine Freundin an die Hand genommen und das Stadthaus verlassen.

    Und wer steht da? Ein Fahrradpolizist und guckt in der Welt rum… Ich bin dann sauer wie ich war zu ihm hin und meinte ob er nicht was besseres zu tun hat als hier dumm rum zu stehen… Er sagte dann das er Präsenz zeigt um die Runner abzuschrecken. Was eindeutig nicht funktioniert hat. Ich bin dann so sauer und laut geworden das meine Freundin mich dann wegzog und mich so wahrscheinlich noch vor Stress mit dem Polizisten geschützt hat.. und es kam KEINE Streife der Polizei. Wir konnten uns ja auf dem weg über die Brücke zurück nach Wyck die Szenerie weiter anschauen und nichts passierte…

    Ich gehe nicht mehr ohne meinen „Self Defense Pen“ raus und meine Freundin geht abends nicht mehr alleine vor die Tür…
    Ich habe auch in keinster weise angst vor den runnern in Maastricht. Ich kann mich gut verteidigen und bin mit 110 Kilo auf 180 auch nicht gerade schmächtig…

    Ich bin einfach erschrocken wie man hier in Maastricht für blöd gehalten wird sei es Polizei Politiker und leider auch die Gegenseite Coffeeshops…

    Maastricht ist für uns jetzt an einem Punkt angekommen, dass wir uns entschlossen haben hier wegzuziehen. Es gibt keinen Grund diese ganze Kacke hier noch länger mitzumachen….

    Bleibt bloß weg aus Maastricht.

    • Wenn du beim nächsten mal etwas umfangreiches schreiben willst tu fies doch in Form eines Gastbeitrages! Dann lesen es auch mehr! Schöner Erfahrungsbericht!

      • Maastricht420

        gerne! musste mir das nur mal eben von der Seele schreiben.. du kannst ihn gerne verwenden;-)

    • xy_ungeloest

      an deinem bericht kann man schön sehen wie realitätsfern die politik ist. man möchte ein ‚problem‘ mit nicht vorhandenen kapazitäten lösen. scheinen ja zu wenig polizisten für zu viele drugsrunner zur verfügung zu stehen.

      • Maastricht420

        komischer weise kommen aber aus umliegenden Städten und Gemeinden beschwerden darüber das es dort aufgrund der verlegung von Kräften nach Maastricht zu mehr Kriminalität kommt…Und ich sehe nur Nachts wirklich mehr Polizei…Tagsüber nicht… man fragt sich wo sie ist… Ich wohne an der Hauptstrasse in Wyck direkt in der nähe vom Bahnhof max 250 m und ich sehe hier nichts was mich dazu bringen würde zu glauben das es hier mehr Polizei gibt…

        • Revil O

          Finde dein Erfahrungsbericht hier schon echt krass , gleichzeitig doch interessant und es lässt den am Thema interessierten Leser erahnen was da in Maastricht seit der Diskriminierungsschiene in den Strassen und im Umland so abgeht. Ich behaupte mal in Städten wie Eindhoven Tilburg oder Goes wird es so ähnlich ablaufen. Nicht auszumalen wenn den Niederländern das landesweit aufgezwungen worden wäre!! Wieviel Blauw op Straat hätte man denn da neu einstellen wollen bzw. dieses denn bitte schön finanzieren wollen?? Wie von Anfang an gesagt es ist alles plumpeste Symbolpolitik.

        • xy_ungeloest

          also ich weiß aus erster hand dass viele deutsche polizisten einfach keinen bock mehr haben harmlose kiffer zu jagen. da werden die prioritäten auf andere schwerpunkte gelegt, die mehr ‚erfolg‘ versprechen. vielleicht ist es bei den niederländischen kollegen ähnlich (siehe dein erlebnis mit der fahrradstreife). drugsrunners haben keine festen arbeitszeiten. in sofern ist es in meinen augen auch blödsinn die polizeipräsenz insbesondere nachts zu erhöhen. das soll doch nur das sicherheitsgefühl der bevölkerung erhöhen. aber effektiv bringt es rein gar nichts. die runner sind ja auch nicht ganz blöd. katz-und-maus-spiel.

          • Maastricht420

            Der Punkt ist das man sie überall stehen sieht. hab es einmal am hotel beim kosbor mitbekommen. Die werden nur weggeschickt… ohne Personenkontrolle etc… einfach nur haut ab… 1 min später war er wieder da… Es kommt einem so vor als wären sie geduldet stehen ja auch vorm Stadthaus… und wenn ich als nichtpolizist sehe wo ihre dope-verstecke sind oder lieferanten stehen dann sollte das die Polizei auch können. am schlimmsten finde ich es aber vor den Coffeeshop-Booten und dem daran angrenzenden Boscherkwartier…und das sich bald vielleicht der Bürger selber wehrt dann wird es hier Blutig werden…und damit verbunden auch leider rechte übergriffe da ja so gut wie alle runner Afrikaner und Nord-Afrikaner sind. Und die wenigsten werden die Hautfarbe nicht damit in verbindung bringen… Und bestimmte Parteien bekommen dann auch wieder zu großen zuspruch…

          • xy_ungeloest

            ist ja quasi das gleiche wie im görlitzer park in berlin. hauptsächlich afrikanische asylbwerber (ohne arbeitserlaubnis). die haben oft gar keine andere wahl. und die konservativen und rechten nutzen das dann für ihr populistisches gewäsch und verdrehen die tatsachen bzw. ignorieren die fakten.

          • Goedkoop

            ist schon richtig was du sagst,aber die musungu(wir weißen)geben ihnen das zeug damit sie es weiter vekaufen ,sie haben nix was sie verlieren können ,und leben wollen auch die ärmsten. runner in limburg kommen meistens aus nordholland und den großen ghettos in holland.da wird billig eingekauft z.b 4er kurs macht bei 5g-20€ vekauft es in maastrich für ca.70 € ,so lang er nur 5g auf tasche hat kann die polizei ihn nur verjagen… bei nur 5 kunden am tag kann er 250€ umsatz machen .hat er an 20 werktage(runnerdays) je 5 kunden im monat.hat er 5000€ netto verdient .
            und die,die das kaufen fördern ihre geschäfte ,also gebt ihnen kein futter und werden von alleine veschwinden.

          • xy_ungeloest

            ich möchte behaupten dass die einen großen teil der eingenommen kohle abdrücken müssen bzw. die kriegen den stuff auf kommi. die runner sind doch das letzte glied in der kette. da bleibt imo nicht viel für die jungs übrig. wer die fette kohle will nimmt produktion und verkauf in die eigene hand.

            hast aber recht: bloß nicht bei den runners kaufen!

          • Maastricht420

            die runner sind alle untereinander vernetzt!! der eine hat die taschen bzw. Unterhose voll und der andere besorgt die kunden…achtet auf die handys der runner(meist das selbe einfache Nokia) Es kennen sich die Runner untereinander. Oder wie kann es sein das so viele Runner in meist friedlicher Co-existens in Maastricht ihren dienst tun? habe selbst noch keinen streit zwischen ihnen mitbekommen und teilweise grüßen und schnacken sie auch miteinander… Es sind keine Leute die auf eigene Rechnung hier in Maastricht sind… Oder meint ihr jemand wäre so doof und versucht sein glück alleine?? Ich sag nur Satudarah Banditos oder so was….das muss man auch logistisch planen und durchziehen…Glaube nicht das ein nullachtfufzehn dealer das mal eben macht… Ich sage nur Rotterdam… Wenn man ein wenig die lage hier beobachtet und immer wieder hört das Maastricht und Rotterdam anscheinend doch irgendeine verbindung haben… Toter in Rotterdam (kommt aus Maastricht) Toter in Maastricht mit Rotterdam zu tun… dadurch sind sie auch so schwer aufzuhalten….

  • ???

    gestern wurde der 15% regelung zugestimmt. sol ab 01. juli oder 01.01.2015 in kraft tretten. habt ihr da genauere infos?

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