Nachrichten der letzten Tage

In den letzten Tagen haben sich wieder einige Themen angesammelt, die ich Euch mal kurz anreißen möchte, bevor ich mich gleich auf den Weg nach Süddeutschland machen muss, um direkt morgen wieder nach Norddeutschland zu fahren…

+++

Derzeit findet in Den Haag der Gerichtsprozess gegen Betreiber und Mitarbeiter des ehemaligen Coffeeshops „Checkpoint“ in Terneuzen (Zeeland), der seinerzeit der größte des Landes war. Das Thema beschäftigt die Gerichte schon seit langem, derzeitig fordert die Staatsanwaltschaft eine Haftstrafe von 18 Monaten und eine Geldstrafe von 50.000€ für den ehemaligen Betreiber, der sich einer massiven Überschreitung des zulässigen Handelsvorrates schuldig gemacht hat. Bei 1 kg Cannabis pro Stunde logistisch aber schon irgendwie notwendig… Nettes Detail: Der Betreiber hatte seinerzeit den Bürgermeister der Gemeinde um Erlaubnis gebeten, eine höhere Menge zu lagern.  Bei 17 Angeklagten, die sich 8 Anwälte teilen kann es etwas dauern, bis das finale Urteil gesprochen ist… Die Sache dürfte recht spannend sein und wir bleiben natürlich dran!

+++

In Helmond (Nordbrabant) wurde vergangene Woche ein Mann verhaftet, in dessen Wohnung die Polizei 200kg Cannabis gefunden hatte. Die beschlagnahmte Ware wurde inzwischen vernichtet.

+++

In Limburg haben einige Bürgermeister jetzt Hilfe von der Armee im Kampf gegen illegalen Cannabisanbau angefordert. Mit modernster Technik und Manpower sollen Plantagen aufgespürt werden. Eine Legalisierung/Regulierung des Anbaus wäre mit Sicherheit günstiger… Bislang hat das Verteidigungsministerium noch nicht reagiert.

+++

Auch in Almere (Flevoland) findet derzeit ein spektakulärer Prozess statt: Die Staatsanwaltschaft fordert eine Geldstrafe von 4,7 Millionen Euro von einem Grower, der nach eigenen Angaben 5 Tonnen Cannabis produziert hat. Insgesamt muss sich das Gericht mit 24 Verdächtigen, darunter Gärtner und Hilfsarbeiter beschäftigen. Zu klären sind auch die tatsächlichen Kosten, die solch ein Unternehmen verursacht, denn 5 Tonnen produzieren sich nicht einfach von selbst. Der Angeklagte selbst hält die Forderung für unrealistisch, angesichts der enormen Kosten. Es ist bisher der größte Grow, der vor einem niederländischen Gericht verhandelt wird.

+++

Der ehemalige Betreiber des mittlerweile geschlossenen Coffeeshops „Flower Power“ in Eindhoven (Nordbrabant) hat jetzt (!!!!) vom Raad van State für eine unrechtmäßige Schließung von Februar bis August 1997 (!!!) einen Schadensersatz von 135.000€  (+Zinsen) zugesprochen bekommen. Seitdem ein Gericht im Jahre 2000 die Schließung für unrechtmäßig erklärt hat (Grund war damals die „Overlast“) versuchte der Betreiber die Gemeinde auf Schadensersatz zu verklagen. Nach eigenen Angaben lägen die Kosten durch Verdienstausfall und Gerichtskosten bei 400.000€.  Die Mühlen der Justiz drehen sich manchmal sehr sehr langsam…

+++

Zum Schluss noch ein kleines Video (englisch), das den neuen CBD-Store in Amsterdam zeigt.

Youtube-Direktlink

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de
  • Sr.SMOKEtoomuch

    Moin
    im Fall “ Terneuzen“ wird sogar in den Medien von „Beihilfe –> behulp der Stadt gesprochen ….
    http://www.refdag.nl/nieuws/binnenland/proces_tegen_coffeeshop_checkpoint_hervat_1_385427

    Allerdings ermitteln die Behörden nicht nur wegen der „Handelsmenge“ an Cannabis , scheinbar bestehen Verdachtsmomente für eine Strafverfolgung wegen Bildung oder Angehörigkeit einer kriminellen Organisation und Geldwäsche bzw. Steuerbetrug in Milionenhöhe , in dem „Unternehmen“ wurden 27 Millionen Euro beschlagnahmt …..
    Scheint ein Laden der Superlative gewesen zu sein …. , 1KG Cannabis pro Stunde ist ne Menge , wenn man dies mal mit dem 5Gr. pro Person / Tag Limit umrechnet sind das ebenmal 200 Leute pro Stunde……..

    Mich würden allerdings mal die Realen Zahlen interessieren:
    Das Handelsgut Cannabis kostet Geld , den Strom , das Personal , Werbung , kommunikation ,Versicherung , die Miete und Steuern müssen ebenfalls gezahlt werden …. ?

    Oder lief das da alles ohne Geld ???

    Wie hoch ist der Einsatz um ein Geschäft / Shop zu betreiben ??

    Ein VK von z.b. 10,00 € pro Gr. muß doch den EK und die Handlungskosten plus Steuern enthalten , was bleibt danach für den unternehmerischen Aufwand , sprich Rendite oder Erlös ??

    Wäre ein Einsatz von 80% realistisch kalkuliert ??

  • Gerhard Balthasar

    Es tut mir zwar leid um die Limburger und sowas darf man eigentlich nicht sagen, aber ich hoffe trotzdem insgeheim, dass es da unten mal so richtig (!!1!elf!1!!) kracht. Vielleicht wird dann mal aufgewacht.

  • Sebastian

    Zum CBD Shop:
    Ich habe in der „Adam Dunn-Show“ gehört es handelt sich bei den CBD Produkten um billige China-Ware.
    Die Extrationsmethoden sind nicht gerade auf dem neuesten Stand der Technik, geschweige denn das bei der Massenproduktion eine tiefgreifende Qualitätsprüfung stattfindet.
    Wahrscheinlich ist es besser auf Produkte von heimischen Erzeugern zurückzugreifen. Das beste wäre ein organisch angebautes und verarbeitetes Produkt, was auf dem Markt meines Wissen leider noch nicht erhältlich ist.

Unsinnige EU-Gesetze verlangen, dass wir Euch auf die Verwendung von Cookies auf "Kein Wietpas!" hinweisen müssen. Obwohl Cookies ein elementarer Bestandteil des Webs sind. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Dir das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Durch Weiterbenutzung unseres Angebotes und/oder dem Klick auf "OK" stimmst Du dem zu.

Schließen