Zeeland diskriminiert weiter

René_Verhulst (Photo By Ferdi Verhulst)

René_Verhulst (Photo By Ferdi Verhulst)

In den Gemeinden der Provinz Zeeland soll das I-Kriterium weiterhin gelten. Dies sagte der Bürgermeister von Goes, René Verhulst (CDA), als Antwort auf das Vorhaben seines Kollegen Rob van Gijsel (PvdA) aus Eindhoven, der die Beschränkung des Zugangs auf in den Niederlanden wohnende Besucher aussetzen möchte. Verhulst sagte in einem Interview mit Radio 1, dass die Gemeinden in Zeeland den Zugang nicht erleichtern wollen, da seitdem der Verkauf an Ausländer untersagt sei, auch weniger Straßenhandel in den Städten stattfinden würde.

Interessanterweise meldet ‚De Telegraaf‘ am gleichen Tag, dass Zeeland ein ‚Walhalla für Kriminelle‚ sei. Vor allem der Handel mit großen Mengen Drogen sei ein großes Problem der Provinz, die mit ihren offenen Seegrenzen ein weites Feld für kriminelle Aktivitäten biete. Vor allem im Drogenhandel und mit der Ausbeutung von illegalen Arbeitskräften wird dort Geld verdient, welches durch Immobilienhandel in der Region gewaschen wird.

Steve Thunderhead

Steve Thunderhead

Ich lebe seit mehr als vierzig Jahren an der niederländischen Grenze. Die Entwicklung der niederländischen Cannabispolitik verfolge ich seit den achtziger Jahren, als ich zum ersten Mal einen Coffeeshop besucht habe. Die langsame Veränderung von einer pragmatischen und toleranten Politik zu immer repressiveren Regelungen kenne ich deswegen aus eigener Erfahrung. Ich freue mich als Autor auf Kein Wietpas! mitarbeiten zu dürfen, weil ich nach all den Jahren meinen Anteil zu einem erneuten Wandel dieser Politik beitragen will.
Steve Thunderhead

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  • Revil O

    Servus.
    Die Meldung vom Telegraaf zeigt hier wohl wieder bestens auf wie unsere ganzen rechts konservativen Mitmenschen ticken frei nach dem Motto “ Ist die Welt nicht so wie ich meine oder haben will dann rede ich sie mir einfach schön“.
    Ich kenne Zeeland nicht und war auch noch nie in dem Städtchen Goes aber bis vor kurzem war in der niederländischen Presse öfters zu vernehmen das Goes sehr wohl über einen recht aggressiven Strassenhandel verfügt der Besucher von den Shops vor Ort abfängt und versucht seine diversen Drogen an den Mann/Frau zu bringen.
    Auch war aus den Meldungen zu erfahren das die Stadt und ihre Behörden mit den Shops vor Ort nach Lösungen für diese Probleme gesucht haben.
    Als ob es nicht von vornherein auf der Hand liegt das das I-Kriterium ein Hauptgrund für einen Parallelmarkt nebst den Coffeeshops ist.
    Ohne Herrn Verhulst hier was unterstellen zu wollen ist seine Aussage das seit dem I-Kriterium weniger Strassenhandel in seiner Stadt herrscht für mich mehr wie fragwürdig.

    Greetz

    • Sebastian

      Drogenkrieg

      Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit.

  • KlausiMausi

    Wenn ich mir die Karte von Zeeland so anschaue, fällt mir nur ein Vergleich zu einem kleinen gallischen Dorf ein, das erbittert Widerstand leistet. Aber das nur von dem Eindruck auf der Karte. Eine Stadt, die grad mal knapp 37.000 Einwohner zählt, in einer Provinz die insgesamt 2.3% der Niederländer stellt, bleibt einer Person hörig, die zurücktreten musste, da sein Staatssekretär Teeven in einen unglaublichen Skandal um einen „Drogenboss“ verwickelt war, und er die Öffentlichkeit über das Ausmaß getäuscht hat.

    -hier nochmal den refresher, damit wir lange daran denken, wenn Herr Opstelten in ein paar Jahren wieder aus der Versenkung auftaucht: Cees H. soll in den 80er und 90er Jahren hunderte Tonnen Hanfprodukte AUF DEM SEEWEG in die Niederlande gebracht haben. Ursprünglich forderte die Staatsanwaltschaft eine Strafe von 500.000.000 Gulden. Das Verfahren wurde gegen eine Geldstrafe von 750.000 Gulden eingestellt, dafür wurde ein eingefrorenes Vermögen wieder freigegeben. Opstelten behauptete, das wären ca 1.200.000 Gulden gewesen, allerdings seien keine Belege mehr dafür zu finden. Die wurden dann aber doch gefunden, und hoppla: Waren 4.700.000 Gulden, die vom Staat zurück überwiesen worden sind.

    In der Politik handelt niemand uneigennützig, oder zum Wohle des Wahlviehs. Nach Abgabe der Stimme hat das seine wichtigste Aufgabe erledigt, danach kommt die zweit wichtigste Aufgabe: Zahlen und Klappe halten. Da bleibt also eine Gemeinde übrig, und der Bürgermeister sagt: Wir hatten noch nie so wenig Straßenkriminalität. Alles ist prima! Tolles Gesetz! Seeweg! Tourismus! Sorry, da gehen bei mir die Alarmglocken an.
    Und da muss ich Dir, Revil O widersprechen. Er redet nicht sich die Welt schön, sondern er versucht allen anderen einzureden, wie erfolgreich seine Politik ist – denn es geht dabei einzig und alleine darum, seine Interessen zu wahren. Und die Konsequenz, mit der sich manche Politiker der Realität und den vernünftigsten Lösungen gegenüber sperren, läßt in mir den Verdacht aufkommen, dass sie mit der Prohibition und der Diskrimierung kräftig mitverdienen.

    • Revil O

      Servus.
      Das habe ich eigentlich auch so gemeint wie du es hier schreibst Klausi.
      Um es mal anders auszudrücken , mir war beim lesen des Artikels schon klar das Herr Verhulst hier lügt und rum krückt sobald er sein Politmaul hier nur aufmacht(wie die meisten Volksverdummer ).
      Da ich Goes persönlich nicht kenne sondern meine Infos aus einigen wenigen niederländischen Presseartikel habe , habe ich mich mit meinem Kommentar hier auch ein wenig zurück gehalten.
      Es liegt doch völligst auf der Hand und sollte für die meisten Menschen die mit der Thematik auch nur ein wenig vertraut sind mehr wie klar sein das ein Ausschluss von einer bestimmten Menschengruppe aus Coffeeshops fast immer einen Paralellmarkt entstehen lässt.
      Bestes Beispiel ist hier doch unser allseits beliebter Stadtvater in spe unser „Macke“ Onno Hoes der mit seinen verlogenen Maul auch jegliche Realität Weg geredet hat.
      Wie gut das I-Kriterium in Maastricht funktioniert kann man ja schon sehr lange beäugen.

      Greetz

      P.S. Kann mir jemand hier vielleicht erklären wieso ich mich nirgends mehr im Forum angemeldet bekomme und Poustings gleich im Spamordner landen??

      Danke

      • Kümmer mich da spater drum.

  • Marok21

    ich war schon öfters in Goes (schöne leider recht konservative Stadt) und kann nur sagen, dass es dort keine Overlast durch Touristen gab. OK das ist natürlich eine subjektive Meinung aber in den 6 mal wo ich da war habe ich nie Touristen im Coffeeshop gesehen nur Niederländer… da werden Probleme gemacht wo es gar keine gab^^

  • Marok21

    gehört zwar nicht zum Thema aber:

    Die Hunters Coffeeshops in Amsterdam wurden für immer geschlossen… Lizenz abgelaufen :(
    Vorab hat man dazu aber überhaupt nichts gehört… ähnlich wie beim
    Bluesbrother Coffeeshop. Ich mochte die Läden zwar überhaupt nicht, aber trotzdem traurig wie schnell so viele Shops verschwinden :(

    • Marok21

      Update
      Die Hunters Shops sollen wohl in Cannabis freundliche Bars umgewandelt werden… oder sind es sogar schon… sry für off topic

      • RolliWolli

        Wie kann man den nicht gemocht haben? Von den „Großen Namen“ (Greenhouse, Barneys usw.) war das der Beste Laden in Amsterdam. Und eine „blowvriendlijke“ Bar gibt es doch auch schon vom Hunters, oder?

        • Power-Plant

          ich persönlich fand den hunters auch nicht so gut, muss man mal gesehen haben, aber das war es dann auch, dennoch natürlich schade.

    • KlausiMausi

      Dafür gibt es aber hier auch ein Forum – zu finden oben links.
      Foren >> Niederlande >>Coffeeshops in Amsterdam
      Dort würde man einen solchen Beitrag auch sicher wieder finden, und off-topic wär er auch nicht ;)

      • Marok21

        jo da hast du recht… sry
        OFF-TOPIC ENDE :)

  • Pingback: Leserwahl: Kommentar des Monats Juni 2015 | Kein Wietpas!()

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