Gastbeitrag: Insiderinformationen 2

Der letzte Gastbeitrag von MoffMan hat für eine Menge Gesprächsstoff gesorgt und daher freue ich mich, dass er mir einen weiteren Text geschickt hat, der bestimmt genauso viel Aufsehen erregen wird, dessen bin ich mir sicher ;-) Viel Spass beim Kommentieren!

Drugsrunner – von klein bis GROSS.

All überall begegnet uns in den niederländischen Medien die “Overlast” durch die Straßenszene. Ich sehe ja gerne in der Tiefe – sobald Medien sich an etwas so festbeißen ist Vorsicht angesagt. Das der Knackpunkt im Backdoor liegt, dieser aber nicht im Zentrum der Medien steht machte mich neugierig. Wo bekommen z.B. die, oft minderjährigen, Straßenticker ihr Material her? Was passiert mit dem Gras das nicht mehr in den Shops verkauft wird? Da muss es eine Szene zwischen der Strasse und den Organisationen geben.

Um den 1. Juni herum DER entscheidende Wink in einem Blog, fast wie dieses, aber das ist eine Geschichte für sich.

Der Schlüssel in Limburg (Belgien und Niederlande zu gleichen Maßen) sind Mailadressen und Telefonnummern. Hat man mal den Weg in die “Verteiler” gefunden – das glaubt mir hier eh kein Mensch was sich da auftut! Ebenso grandios wie erschreckend! Das niederländisch/belgische Drogenproblem ist VIEL GRÖSSER als wir uns alle vorstellen können – die Politie muss dem so unendlich machtlos gegenüber stehen das sie es gleich lassen können… Alle Drogen in allen Mengen an allen Orten.

Lange (2 Wochen) hatte es gedauert bis der Erste mir vertraute… dann aber ging es Schlag auf Schlag und ich habe mittlerweile 4 Kontakte aus diesem Netzwerk getroffen und bei zweien auch gekauft. Das Amnesia übersteigt den Coffeeshopdurchschnitt MASSIV – wirklich grandioses Material! Das Herer ist nicht so doll aber Peis/Leistung noch völlig OK. Bei den beiden anderen stimmte die Qualität für mich garnicht – zwar nicht gestreckt aber beim besten Willen auch kein Leckerli. Die Leute die ich kontaktiere geben alle vor den Mengenbereich von 100gr bis einige Kilo abdecken zu können. Ich vereinbare aber nur Kennenlern- und Testkäufe von 20gr wenn die Qualität stimmt und 0gr wenn nicht. Später folgt dann angeblich mehr…

Ich habe die Jungs alle, so gut es ging, ausgefragt. Woher kommt das Gras? Hat sich bei dir was geändert seit dem Wietpas? Bist du Teil von etwas Grösserem? Wo kommt all das Gras her welches in Maastricht über die Theken ging? Sind die Coffeeshops unabhängig oder gehören sie irgendwelchen Organisationen? …
Vorab: Sehr witzig war, das um Organisationen in Maastricht noch ähnliche Gerüchte kursiern wie vor 20 Jahren.

Mir stellt sich die reale Coffeeshop- und Backdoorsituation GANZ GROB wie folgt dar (das würde sich auch mit der konsequenten Weiterentwicklung der letzten 20 Jahre halbwegs decken):

Die Anbaugebiete für den Coffeeshop- & Illegalen- Marktbedarf des “Maastrichter Beckens” verteilen sich zu je 1/3 auf B/D/NL. Bei D habe ich noch ein paar mal nachgefragt… Alle sind sich sicher: insbesondere die Organisationen haben VIEL nach D ausglagert.

Typ-I: Anlagen die unmittelbar den großen Organisationen unterstehen. Das geht von Fabrikhallen, unterirdischen Containern bis hin zu Tausenden 2-5qm Anlagen in den Privaträumen irgendwelcher “armen” Niederländer, die sich in Abhängigkeit der Organisationen befinden.

Typ-II: kommerzielle, unabhängige Privatbauern mit Anlagen im 10-50m

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de

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