Vorsitzender der Coffeeshopgewerkschaft rückt in den Rat von Maastricht

Jo Smeets (2.v.links)
Jo Smeets (2.v.links)

Maastrichts Bürgermeister Onno Hoes (VVD) wollte nie mit ihm sprechen. Zumindest nicht offiziell und schon gar nicht über die Coffeeshoppolitik. Allerdings wird er es bald müssen, weil Jo Smeets, Vorsitzender der Coffeeshopgewerkschaft (SBCN), bei der Kommunalwahl am Mittwoch in den Gemeinderat der Stadt Maastricht (Provinz Limburg) eingezogen ist.

Smeets gewann 2012 als Vertreter hunderter Coffeeshopmitarbeiter nationale Berühmtheit, die nach der Einführung des ‘Wietpas’ arbeitslos wurden.

Jo Smeets, der angibt überglücklich zu sein, hat in den letzten Jahren mehrfach versucht mit dem Bürgermeister Kontakt aufzunehmen. Dieser jedoch sah keine Notwendigkeit und verweigerte ihm ein Gespräch. “Ich bin völlig überwältigt. Ich bin nur ein ganz normaler Kerl und dieser Ratssitz bedeutet mir sehr viel”, so Smeets. Seine Partei, die PVM (Partij Veilig Maastricht), spricht sich für eine liberale Drogenpolitik aus und plädiert für einen harten Ansatz gegenüber illegalen Drogenhändlern.

Eli

Eli

Die Einführung des Wietpas hat mich dazu gebracht, mich für die niederländische Cannabispolitik zu interessieren. Ich komme aus dem mittleren Ruhrgebiet und bin wie so viele am Wochenende immer mal gern in die niederländischen Grenzstädte zu den Coffeeshops gefahren. Die negative Meinung gegenüber Cannabis ist ein Vorurteil, für dessen Abbau ich mich einsetzen möchte!
Eli