Neue Coffeeshopverordnung für Beverwijk

BEVERWIJK – Ab dem 1. Juli 2014 tritt in Beverwijk eine neue Coffeeshopverordnung in Kraft. Dazu unterzeichneten Bürgermeister Han van Leeuwen (D66) und die vier Coffeeshopbetreiber der Stadt am vergangenen Donnerstag eine Absichtserklärung für eine Zusatzvereinbarung zur Coffeeschopverordnung. Zugleich unterzeichnete Van Leeuwen auch das Joint Regulation Manifest.

Flagge von Beverwijk
Flagge von Beverwijk

Die bisherige Coffeeshopverordnung der Gemeinde Beverwijk setzt auf Selbstregulierung. Die Coffeeshopbetreiber haben erklärt, dass sie offen für eine Ergänzung der Verordnung sind. Die Zusatzvereinbarung in der Transparenz der Coffeeshops, Prävention und Aufklärung wichtige Punkte sind, soll die Verordnung über weiche Drogen ergänzen und so zu mehr Sicherheit beitragen.

Ein Mitarbeiter des Coffeeshop “Taffne” antwortet auf die Frage von BeverwijkNieuws.nl ob die neue Verordnung den Coffeeshops das Leben leichter macht kurz und kräftig: “Ja, das wird es sicher einfacher machen”. Über den Aufwand und die Absichten der Coffeeshopbetreiber gibt es nahe Absprachen mit der Gemeinde. Darin geht es um die Tür- und Hausordnung, das zur Verfügung stellen von Informationen, Ausbildung der Mitarbeiter und die Übernahme von Verantwortung für die Umgebung. Eines der Themen, dass den Coffeeshopbetreibern besonders am Herzen liegt ist die Gesundheit: Das Zurückdrängen und die Verminderung von gesundheitlichen Schäden durch den Konsum weicher Drogen, besonders bei Jugendlichen.

Die Zusammenarbeit mit den Coffeeshops resultiert aus der Sicht der Gemeinde, die bei der Sicherheitsverordnung mehr auf Prävention als auf Repression setzt.

Joint Regulation

Im “Joint Regulation Manifest” (“Kein Wietpas!” berichtete) rufen diverse Bürgermeister aus Orten mit Coffeeshops das Parlament dazu auf den Anbau von Cannabis zuzulassen. Bürgermeister Han van Leeuwen unterstüzt dieses Vorhaben.

Die vier Coffeeshops aus Beverwijk, die die Zusatzvereinbarung unterschrieben haben sind:

Coffeeshop “Life”

Coffeeshop “Taffne”

Coffeeshop “Spliff”

und Coffeeshop “Stingray”

Antonio Peri

Als Grenzbewohner des Dreiländerecks Deutschland/Niederlande/Belgien und damit natürlicher Europäer, betrachte ich die gesamte Region als meine Heimat. Die Fortschritte im Zusammenleben habe ich immer als angenehm und befreiend erlebt. Als drogenerfahrener Mensch, habe ich jedoch schon seit vielen Jahren gesehen, wie sich die Niederlande, die einst ja so berühmt für ihre pragmatische Drogenpolitik waren, schleichend verändern. Die schleichende Entwicklung war vorbei, als der Wietpas in den drei südlichen Provinzen eingeführt wurde – nun endlich war eine größere Öffentlichkeit für das Thema empfänglich – daher freue ich mich, Autor auf Kein Wietpas! zu sein. Sämtliche anderen Themen zur Drogenpolitik und Legalisierung behandele ich in meinem eigenen Blog: http://antonioperi.wordpress.com