Gastbeitrag: Eine Tour durch den Süden der Niederlande

Über Gastbeiträge freue ich mich immer sehr und diesmal darf ich Euch sogar eine Premiere präsentieren: Der erste Blogpost aus den Federn einer Frau! Die arme Nina hat sich für einen Roadtrip in die Niederlande begeben ohne zu wissen, dass das nicht mehr überall so wie früher ist. Erst vor Ort ist sie dann auf “Kein Wietpas!” gestoßen. Wäre das vorher geschehen, hätte sie bestimmt woanders den Niederlande-Urlaub verbracht. Bestimmt in Haarlem…

Unsere Reise begann am Freitag (05.09.2014).
Als ersten Stop hatten wir Maastricht vorgesehen, um da ins legendäre Mississippi zu gehen – Fehlanzeige! Wir durften als Deutsche nicht rein – uns wurde unmissverständlich klar gemacht, dass keine Deutsche mehr in Coffeeshops in Maastricht reinkommen – wenigstens war die Dame am Empfang so gnädig und hat uns ein Dorf aufgeschrieben, in dem wir kaufen und konsumieren konnten – Sittard!
Nach 20 minütiger Fahrt waren wir dort angekommen und uns wurde Einlass gewährt.
Die Preise waren verhältnismäßig hoch – hatten jeweils 1 Gramm Kc Jones, Super Silver Haze & Diesel – alle 3 Sorten für 13€ das Gramm. Der Shop hieß Skunk Coffeeshop! Der Türsteher war ganz nett und hat uns über die Gesetzeslage etwas aufgeklärt.

Da wir im vorraus ein Hotel in Eindhoven gebucht hatten wurde uns bereits in Sittard klar gemacht dass wir in Eindhoven nichts bekommen werden.

Nach einem kurzen Stop in Sittard haben wir uns auf den Weg nach Eindhoven gemacht – unser erstes Ziel.
In Eindhoven hat sich dann die Prognose des Security’s in Sittard bestätigt – kein Eintritt für Deutsche in Coffeeshops bzw. kein Verkauf an Deutsche.
Wir haben uns dann im Internet auf dieser Seite informiert, wo wir hin können und sind dann Abends nach Nijmegen gefahren. Eine sehr schöne Stadt mit toller Architektur und uns wurde auch Einlass in den Coffeeshop gewährt – Der Shop hieß Kronkel und ist wohl für seine legendären Milkshakes bekannt die auch mega lecker sind.
Wir waren von Freitag bis Sonntag in Eindhoven und konnten dann leider nur im Auto rauchen. Unser Parkplatz vom Hotel war eingezäunt so dass wir im Parkplatz drinnen sicher rauchen konnten.
Sonntags sind wir dann nach Kerkrade gewechselt.
Unseren ersten Versuch einen Coffeeshop zu betreten machten wir ihn Heerlen. Dort wurde uns gesagt “Ihr dürft kaufen aber nicht rauchen” d.h. wir waren wieder gezwungen draußen im Auto zu rauchen.
Wir sind dann wieder ins Hotel und haben uns wieder informiert, wo es in der Gegend Coffeeshops für Deutsche gibt.
Es gibt in Kerkrade genau gesagt nur zwei Coffeeshops Quiam und Down Under – beide haben wir besucht und in beiden durften wir kaufen und konsumieren.
Wir hatten quasi fünf stressige Tage in Holland weil wir in den meisten Coffeeshops keinen Zugang bekommen hatten und gezwungen waren draußen zu rauchen, was in Holland strengstens verboten ist und für uns mit hohem Risiko verbunden war.
Wir würden also niemand empfehlen, zum Rauchen nach Eindhoven oder Südholland (Anmerkung: Die Autorin meint natürlich den Süden der Niederlande und nicht die Provinz Südholland) zu gehen – diese Region sind gegen Deutsche in Coffeeshops und es ist für uns Deutsche sehr stressig einen Shop zu finden der Eintritt gewährt. Süd-Holland (dito) also sprich Eindhoven Maastricht, Kerkrade sind alles Städte die sich streng an das Gesetz halten – vereinzelt mag es wohl Coffeeshops geben die Deutsche reinlassen aber die Suche ist sehr mühsam und stressig. Die Gesetzeslage ist sehr unsicher – die einen sagen so die anderen sagen so. Also meiner Meinung nach lohnt es sich nicht nach Süd-Holland (dito) zu gehen eher nach Amsterdam oder in die drum herum liegende Städtchen. Es ist einfach Hölle in Holland zu sein nichts kaufen zu dürfen und nicht konsumieren zu dürfen, außer illegal im Auto auf der Straße mit ständiger Angst erwischt zu werden und heftigen Konsequenzen.

Eindhoven ist ne schöne Stadt es ist auch die Stadt der Mode in Holland aber für uns als Kifferinnen ist diese Stadt eher unattraktiv weil ich dort nicht auf unsere Kosten kamen.
Die zwei Coffeeshops in Kerkrade fand ich echt ok. Auch in Nijmegen war es super schön.

Wir wollen ein großes Danke an diese Seite sagen – ohne euch wären wir aufgeschmissen gewesen.

Noch ein Update für die Karte und Aufzählung von den Shops in denen wir waren.

1. Sittard – Skunk Coffeeshop – der Shop ist sehr modern eingerichtet. Für einen Coffeeshop etwas ungemütlich und etwas hohe Preise – Personal sehr freundlich und Getränkepreise auch ok.

2. Nijmegen – Kronkel Coffeeshop – sehr gemütlich und sehr viel Auswahl an Sorten. Getränkepreise voll ok – wer sich entscheidet hin zu gehen – probiert die Milkshakes!

3. Kerkrade – Quim – sehr schöner Coffeeshop und die hatten sogar Strawberry – Preise waren auch ok. Nur zu empfehlen!

4. Kerkrade – Down Under – bisschen wenig Auswahl aber sonst ok – der Besitzer ist Deutscher und ganz nett – der Shop wird hauptsächlich von Deutschen besucht.
Viele Grüße Die Schwabenmädels aus der Heuss Stadt!

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de