Coffeeshopbesitzer weiterhin in Thailändischer Haft

Grass Company Tilburg (Quelle: Google Streetview)
Grass Company Tilburg (Quelle: Google Streetview)

Wie wir euch ja schon berichteten, sitzt der Besitzer der Grass Company in einem Gefängnis in Bangkok. Die Verantwortlichen vor Ort stimmen einer Auslieferung momentan nicht zu und sind weiterhin der Meinung, sie hätten es mit einem mächtigen “Drogenboss” zu tun. Die D66 Mitglieder Berndsen-Jansen und Sjoerdsma üben nun Druck auf Opstelten aus, indem sie Ihm ein paar unangenehme Fragen haben zukommen lassen. Leider sind diese nicht öffentlich aber wir wissen ja alle, welche Fragen das ungefähr sind. Eine Vertreterin Opsteltens hat darauf hingewiesen, man müsse sich erst mit allen Fakten und Geschehnissen vertraut machen bevor man zielgerichtet antworten könne. 14 Tage später ist immer noch nichts passiert und es scheint so als wäre das ganze völlig unwichtig. Es ist wirklich beschämend, wie sich die niederländischen Verantwortlichen verhalten. Auch in den Niederlanden sollten die strengen thailändischen Drogengesetze  eigentlich bekannt sein. Da bringt es wohl auch herzlich wenig darauf hinzuweisen, das keine Inhaftierung stattfinden soll. Ich hoffe es nimmt ein positives Ende für Jan van Laarhoven.

Man kann nur jedem gewissenhaften Coffeeshopbesitzer ein großes Lob aussprechen. Die niederländische Drogenpolitik macht ihnen das Leben ziemlich schwer und der kleinste Fehler wird gnadenlos bestraft. Man sieht ja in vielen Fällen wie schnell man angeblich einer kriminellen Organisation angehört und plötzlich Ziel der Behörden ist. Da ist es mittlerweile nicht mehr selbstverständlich dieses Risiko noch auf sich zu nehmen.

Kushdee

Kushdee

In den letzten Jahren habe ich mich eingehend mit der Niederländischen Coffeeshopkultur beschäftigt und einige Erfahrungen vor Ort sammeln dürfen. Sie hat mich quasi in Ihren Bann gezogen und lässt mich nicht mehr los. Ich freue mich hier auf "Kein Wietpas!" dabei sein zu dürfen und euch regelmäßig Beiträge zu liefern. Wie man in den Grenzregionen sieht, kann auch ein "kleines" Blog zur Verbesserung der Situation beitragen.
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