Staatsanwaltschaft: “Tree of Life” wird nicht gedulded

AMSTERDAM – Der Cannabis Social Club “Tree of Life” fällt laut Staatsanwaltschaft nicht unter die Duldungsverordnung. Wie die Tageszeitung “De Telegraaf” meldet, mache sich der Club, der für seine Mitglieder Cannabis anbaut, wegen geschäftsmäßigen Handels und seiner Größe strafbar.

Logo von Amsterdams CSC "Tree of Life"
Logo von Amsterdams CSC “Tree of Life”

Dies verkündete die Staatsanwaltschaft Amsterdam am vergangenen Donnerstag. In dem CSC, der seit letztem Jahr existiert, werden für jedes der ca. 20 Mitglieder 5 Cannabis-Pflanzen angebaut.

Die Mitglieder möchten sauberes Cannabis auf biologische Art in einer sicheren und geschlossenen Umgebung anbauen. Der Club selbst hatte den Kontakt zur Staatsanwaltschaft gesucht, um den rechtlichen Aspekt ihrer Tätigkeit klären zu lassen.

Laut Staatsanwaltschaft umgeht der Club durch den gemeinsamen Anbau das heute geltende Duldungsprinzip von höchstens 5 Pflanzen pro Haushalt.

Antonio Peri

Als Grenzbewohner des Dreiländerecks Deutschland/Niederlande/Belgien und damit natürlicher Europäer, betrachte ich die gesamte Region als meine Heimat. Die Fortschritte im Zusammenleben habe ich immer als angenehm und befreiend erlebt. Als drogenerfahrener Mensch, habe ich jedoch schon seit vielen Jahren gesehen, wie sich die Niederlande, die einst ja so berühmt für ihre pragmatische Drogenpolitik waren, schleichend verändern. Die schleichende Entwicklung war vorbei, als der Wietpas in den drei südlichen Provinzen eingeführt wurde – nun endlich war eine größere Öffentlichkeit für das Thema empfänglich – daher freue ich mich, Autor auf Kein Wietpas! zu sein. Sämtliche anderen Themen zur Drogenpolitik und Legalisierung behandele ich in meinem eigenen Blog: http://antonioperi.wordpress.com