Weniger Straßenhandel in Breda?

Während Paul Depla (PvdA) zwar legalen Anbau fordert, Ausländer aber nicht in die Coffeeshops in Breda lässt, diskutiert man in der Gemeinde in Nordbrabant, ob in der letzten Zeit der Straßenhandel zurück gegangen ist oder nicht und woran das überhaupt liegt.

Je nachdem welcher Interessensgruppe man angehört stellt sich scheinbar ein anderer Eindruck ein und auch die Begründung ist stets eine andere.

Polizeisprecherinvan Pelt via Google+Laut Polizeisprecherin Jiske van Pelt gäbe es derzeitig einen Rückgang des Straßenhandels von Drogen, der auf verstärkte Grenzkontrollen aufgrund der Terrorrismuswarnungen seit den Terroranschlägen von Paris zurückzuführen sei. Sie sähe sich durch Gespräche mit Streifenpolizisten in dieser Ansicht bestätigt.

Mikel de Jongh von der Platform Boschstraat, ein Nachbarschaftsinteressenverband sieht eher das schlechte Wetter der letzten Wochen als Grund für einen Rückgang von Straßenkriminalität. Paris hätte da nicht viel verändert.

Rick Marke von der Coffeeshopvereinigung Active Breda Coffee Shops (ABC) hingegen, der selbst einen Shop in der Boschstraat betreibt, kann keinen Rückgang in der letzten Zeit beobachten. Seiner Meinung nach ist überhaupt das I-Kriterium Schuld am Straßenhandel.

Andere Gewerbetreibende sehen einen Rückgang des Straßenhandels und schieben ihn auf die verstärkten Polizeikontrollen aufgrund eines Asylbewerberheimes in der Innenstadt.

Die unterschiedlichen Ansichten über den Status Quo des offenen Drogenhandels in Breda zeigen schön, dass es eben nicht “die eine” Wahrheit gibt, sondern die eigene Sicht auf die Dinge immer geprägt von der eigenen Einstellung ist.

Ob man ausländische Coffeeshopkunden jetzt als Belästigung empfindet oder nicht, hängt oft mit der generellen Meinung zum Thema Cannabis zusammen.

Denn eins sollte wirklich jedem klar sein: Straßendealer sind überflüssig, wenn jeder wieder in die Coffeeshops darf. Nur durch die Abschaffung der Diskriminierung liesse sich das Problem wirklich angehen.

Das sollte sich Depla auch mal durch den Kopf gehen lassen.

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de

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