Coffeeshop Zanzi bleibt geschlossen

Der Protest hat sich nicht gelohnt - Mit freundlicher Genehmigung von duic.nl/
Der Protest hat sich nicht gelohnt – Mit freundlicher Genehmigung von duic.nl/

Im letzten Jahr fand die Polizei bei einer Durchsuchung in der Wohnung über dem Coffeeshop “Zanzi” in Utrecht 14kg Haschisch. Die Wohnung gehört dem Betreiber des “Zanzi”, das gefundene Haschisch diente natürlich zur Versorgung des Coffeeshops. Zuerst sollte der Coffeeshop temporär geschlossen werden, später veranlasste Bürgermeister Jan van Manen (VVD) dann eine permanente Schließung samt Lizenzentzug, weil er die Sicherheit in der Nachbarschaft unmittelbar in Gefahr sah. Dass die Schließung auch Probleme mit sich zog war fast schon offensichtlich.

Bürgermeister van Manen bekam Recht, CC BY 3.0 Foto: gemeente Amstelveen
Bürgermeister van Manen bekam Recht, CC BY 3.0 Foto: gemeente Amstelveen

Gestern wurde der Fall vor dem Verwaltungsgericht verhandelt. Der Betreiber klagte gegen die Schließung. Er begründete dies mit der Tatsache, dass er keine andere Wahl hatte. Die erlaubten 500g Handelsvorrat würden den Betrieb eines Coffeeshops dieser Größe nicht möglich machen und immerhin wurde die Ware nicht im Shop selbst gelagert, sondern in der Wohnung darüber, die somit als externes Lager angesehen werden müsste, auch wenn sie durch eine Art Rohrpostsystem mit dem Shop verbunden ist.

Die Chancen für den Shop standen eigentlich recht gut, denn in jüngerer Vergangenheit wurden alle Fälle dieser Art für die jeweiligen Shops entschieden. “Kein Wietpas!” hatte dies schon des öfteren thematisiert: (1,2,3)

Doch der Richter urteilte anders: Seiner Meinung nach sind die 14kg nicht als Lagermenge, sondern eben als Handelsvorrat des Shops anzusehen. Daher gab er dem Bürgermeister recht und befand, dass die Schließung rechtmäßig war.

Wieder einer weniger.

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