Kurznachrichten #2

Die Flut von Nachrichten ist auch für das, beständig wachsende, Autorenteam kaum zu bewältigen. Daher hier eine kurze Übersicht der neuesten Entwicklungen.

  • Maastricht: Maastricht dichtbij veröffentlicht einen Artikel samt Fotostrecke: “Das ist Maastricht! Niemand ist mehr sicher!” Die Fotos zeigen, wie ein grauer Opel mit belgischem Kennzeichen vor einer Ampel steht. Ein blauer Ford Mondeo hält dahinter und drei Insassen steigen aus und gehen zu dem Opel, sprechen den Fahrer an und ziehen ihn, nach einem Wortwechsel, gewaltsam aus dem Fahrzeug. Man geht von einer Abrechnung im Drogenmilieu aus. Die vielen anderen Passanten und Autofahrer auf der um halb sechs Abends stark frequentierten Straße schauen nur zu.
  • Groningen: König Willem Alexander und Königin Maxima haben einen Besuch im Coffeeshop “De vliegende Hollander” am 28. Mai in Groningen freundlich abgelehnt. Das Königspaar ist an diesem Abend zu einem Antrittsbesuch in Groningen. Coffeeshopbesitzer Theo Buissink hatte das Paar zu einem Besuch in seinem Coffeeshop eingeladen, wie Omroep Groningen meldet.
  • Maastricht #2: Hakim Elfassih, Unternehmer aus Maastricht und unseren treuen Lesern noch aus meinem Artikel zum Mosae Forum bekannt, hat einen offenen Brief geschrieben, den Coffeeshopnieuws veröffentlicht hat. Elfassih schreibt über Hoes, die Situation in Maastricht bezüglich der Coffeeshoptouristen und der Umsätze und Parkgebühren. Zum 5. Mai fragt er: Fanden Sie es falsch, das es in der Stadt gesellig war? Fanden sie es falsch, dass die Unternehmer in der Innenstadt seit langem wieder einen Top-Umsatz erzielen konnten? Fanden sie es falsch, dass wieder viele Parkgebühren in die Gemeindekasse flossen? Fanden sie es falsch, dass dieser Tag ohne Zwischenfälle oder Overlast verlief? Fanden sie es falsch, dass die Bürger, Touristen, Unternehmer und selbst die Polizei der Presse erzählt haben, das es ein Top-Tag war? Fanden sie es falsch, dass keine Drugsrunner zu sehen waren und die vereinzelten nur noch zuschauen konnten?
  • Maastricht #3: Wie die Zeitung deTelegraaf meldet, hat Bürgermeister Hoes angekündigt, zusätzliche Polizisten gegen die Straßendealer einzusetzen. Wie ich gestern Abend noch in einem persönlichen Gespräch mit Marc Josemans erfuhr, wird das verstärkte Vorgehen gegen die Drugsrunner auch bereits durchgeführt. Ich konnte gestern auch massive Polizeipräsenz im abendlichen Maastricht sehen. Vollständiger Bericht folgt noch heute.

Antonio Peri

Als Grenzbewohner des Dreiländerecks Deutschland/Niederlande/Belgien und damit natürlicher Europäer, betrachte ich die gesamte Region als meine Heimat. Die Fortschritte im Zusammenleben habe ich immer als angenehm und befreiend erlebt. Als drogenerfahrener Mensch, habe ich jedoch schon seit vielen Jahren gesehen, wie sich die Niederlande, die einst ja so berühmt für ihre pragmatische Drogenpolitik waren, schleichend verändern. Die schleichende Entwicklung war vorbei, als der Wietpas in den drei südlichen Provinzen eingeführt wurde – nun endlich war eine größere Öffentlichkeit für das Thema empfänglich – daher freue ich mich, Autor auf Kein Wietpas! zu sein. Sämtliche anderen Themen zur Drogenpolitik und Legalisierung behandele ich in meinem eigenen Blog: http://antonioperi.wordpress.com