No Lucky Time in Maastricht

Onno Hoes hat den Coffeeshop Lucky Time ab heute für die Dauer von drei Monaten dicht gemacht. Bei einer Kontrolle wurden im Shop Ausländer vorgefunden, die im Besitz von Cannabis waren und dieses auch im Shop konsumierten. Da dies gegen das I-Kriterium verstößt, hat die Gemeinde den Shop jetzt geschlossen.

Das heißt es jetzt für neun Coffeeshops in Maastricht - Foto: Antonio Peri
Das heißt es jetzt für neun Coffeeshops in Maastricht – Foto: Antonio Peri

Die Gemeinde Maastricht geht streng gegen Verstöße gegen das I-Kriterium vor. Im Moment sind deswegen die folgenden neun Shops geschlossen: Mississippi (Wilhelminakade), Kosbor (Kleine Gracht), Smokey (Wilhelminakade), Easy Going (Hoenderstraat), Heaven 69 (Brusselsestraat), Black Widow (Bosscherweg), Slow Motion (Bourgognestraat), Maxcy’s (Rechtstraat) und das Lucky Time (Hoogbrugstraat).

Obwohl jetzt nur noch vier Shops geöffnet haben, ist dort kein übermäßiger Andrang zu verzeichnen. Das liegt nach Aussage von Marc Josemans, dem Besitzer des Easy Going und Vorsitzenden des VOCM, daran, dass die Leute entweder auf der Straße kaufen oder es sich, mit sogenannten Wiettaxis, direkt nach Hause liefern lassen. Er sieht darin den Beweis, dass Maastricht seinen Weg in einen illegalen Drogenhandel gefunden hat und dieser sich mittlerweile in der Stadt etabliert hat.

Steve Thunderhead

Steve Thunderhead

Ich lebe seit mehr als vierzig Jahren an der niederländischen Grenze. Die Entwicklung der niederländischen Cannabispolitik verfolge ich seit den achtziger Jahren, als ich zum ersten Mal einen Coffeeshop besucht habe. Die langsame Veränderung von einer pragmatischen und toleranten Politik zu immer repressiveren Regelungen kenne ich deswegen aus eigener Erfahrung. Ich freue mich als Autor auf Kein Wietpas! mitarbeiten zu dürfen, weil ich nach all den Jahren meinen Anteil zu einem erneuten Wandel dieser Politik beitragen will.
Steve Thunderhead