Coffeeshops stellen Security wegen unerwünschter Gäste ein

Die Coffeeshops Sky High und Het Binnenhof in Zwolle haben seit kurzen einen Security Mann vor der Tür stehen, um unerwünschte Gäste abzuweisen.

Die Eigentümerin des Sky High sagt, dass dies ihre eigene Entscheidung gewesen ist. Es wäre zwar nichts vorgefallen, aber ein anderer Shop wurde geschlossen, und sie wisse nicht, wer da jetzt alles kommt. Da sie auch nicht immer anwesend sei, möchte sie durch die Anwesenheit des Wachmanns auch ihr Personal schützen. „Wenn so ein Kerl vor der Tür steht, gibt dir das doch ein sichereres Gefühl.“

Ursache ihrer Befürchtungen ist die Kundschaft des seit einiger Zeit geschlossenen Coffeeshops Dino’s. Die Betriebsgenehmigung des Shops wurde eingezogen, nachdem der Eigentümer wegen Körperverletzung rechtmäßig verurteilt wurde. Hintergrund war auch ein Vorfall, bei dem 27 Schüsse aus einem automatischen Gewehr auf den Shop abgegeben wurden. Vier Wochen davor wurde er mit Waffengewalt überfallen.

In Zwolle darf es von der Gemeinde aus fünf Coffeeshops geben. Die nun frei gewordene Lizenz wird an den vergeben, der als nächster auf der Warteliste ist und die nötigen Voraussetzungen erfüllt.

Das Dino’s wird jetzt zu einer Shisha Bar umgebaut, bei dem ein Portier dafür sorgen soll, dass die Gäste nicht in ihrer Entspannung gestört werden.

 

Steve Thunderhead

Steve Thunderhead

Ich lebe seit mehr als vierzig Jahren an der niederländischen Grenze. Die Entwicklung der niederländischen Cannabispolitik verfolge ich seit den achtziger Jahren, als ich zum ersten Mal einen Coffeeshop besucht habe. Die langsame Veränderung von einer pragmatischen und toleranten Politik zu immer repressiveren Regelungen kenne ich deswegen aus eigener Erfahrung. Ich freue mich als Autor auf Kein Wietpas! mitarbeiten zu dürfen, weil ich nach all den Jahren meinen Anteil zu einem erneuten Wandel dieser Politik beitragen will.
Steve Thunderhead