Drogendealer in Goes und Vlissingen sehen einen neuen Markt in den deutschen Touristen

René_Verhulst (Photo By Ferdi Verhulst)
René Verhulst (Photo By Ferdi Verhulst)

Deutsche Softdrugkonsumenten sind zu einem zunehmenden Ärgernis in Goes und Vlissingen geworden.
Die Bürgermeister der beiden Städte in der niederländischen Provinz Zeeland leiden unter den “weichen Knien” ihrer Kollegen entlang der östlichen Grenze, wie der Bürgermeister von Goes, René Verhulst (CDA), sagte. „In Enschede , Almelo , Nijmegen und Venlo wird das I-Kriterium für Coffeeshopbesucher nicht überprüft. Also denken die Deutschen, die ihr Weed kaufen wollen, sie könnten das einfach hier tun. Aber wir halten uns an das Kriterium.” Verhulst nimmt Minister Ivo Opstelten übel, dass er die Bürgermeister in diesen Regionen nicht zur Ordnung ruft. Lokale Dealer haben Wind von der neuen Zielgruppe bekommen. Sie warten auf die Deutschen, die in den Coffeeshops abgewiesen werden, und verkaufen ihnen dann ihre Ware. Dieser Handel sorgt für große Overlast in der Gegend.
Donnerstag gab es in Goes bei einer Aktion sieben Festnahmen. Verhulst hat den Dealern bereits ein Gebietsverbot für einen Teil der Innenstadt auferlegt. Sein Ziel war es zu verhindern, dass sie weiter auf potentielle Kunden in der Nähe der beiden Coffeeshops warten.

Steve Thunderhead

Steve Thunderhead

Ich lebe seit mehr als vierzig Jahren an der niederländischen Grenze. Die Entwicklung der niederländischen Cannabispolitik verfolge ich seit den achtziger Jahren, als ich zum ersten Mal einen Coffeeshop besucht habe. Die langsame Veränderung von einer pragmatischen und toleranten Politik zu immer repressiveren Regelungen kenne ich deswegen aus eigener Erfahrung. Ich freue mich als Autor auf Kein Wietpas! mitarbeiten zu dürfen, weil ich nach all den Jahren meinen Anteil zu einem erneuten Wandel dieser Politik beitragen will.
Steve Thunderhead