Vlissingen verbietet das Kiffen auf der Strasse

Hier war das Gebäude noch ungenutzt - Creative Commons, Urheber: Danny Danckaert
Hier war das Gebäude noch ungenutzt – Creative Commons, Urheber: Danny Danckaert

Das Rauchen eines Joints in der Öffentlichkeit wird in Vlissingen demnächst zu Konsequenzen führen. Bürgermeisterin Letty  Demmers-van der Geest (D66) will ein ‘Blowverbod’ in der Gemeinde verhängen. Damit darf dann auf den Strassen und Plätzen von Vlissingen kein Cannabis konsumiert werden.

Demmers-van der Geest beabsichtigt mit dem Verbot eine Reduzierung der auf den Strassen herschenden Overlast. “Wir wollten schon früher so etwas einführen, aber konnten es nicht. Nun ist es landesweit so geregelt, dass wir das tun können.’ sagte sie. Anlaß für die Initiative ist die Overlast rund um den Coffeeshop Aarden am Bellamypark. Die dortigen Anwohner beklagen sich über Leute, die auf der Strasse rumhängen, Dealer und den stark zugenommenen Verkehr in der Gegend. Das Aarden ist erst im letzten August an seinen neuen Standort umgezogen.

Vor einer Woche gab es ein Treffen zwischen den Bewohnern und Vertretern der Polizei, der Gemeinde und des ansässigen Coffeeshops. ‘Die Menschen erzählten, dass sie Probleme damit haben, dass Leute auf ihrer Fensterbank kiffen.’ sagte  Demmers-van der Geest. ‘Wir können die Bewohner nun fragen, ob sie nicht umziehen möchten, aber mit einem solchen Verbot können wir doch schon etwas tun.’

Vlissingen hat schon länger an vier Plätzen in der Gemeinde ein Blowverbod. Sie war 2007 die erste Gemeinde in Zeeland, die ein solches Verbot einführte.

Steve Thunderhead

Steve Thunderhead

Ich lebe seit mehr als vierzig Jahren an der niederländischen Grenze. Die Entwicklung der niederländischen Cannabispolitik verfolge ich seit den achtziger Jahren, als ich zum ersten Mal einen Coffeeshop besucht habe. Die langsame Veränderung von einer pragmatischen und toleranten Politik zu immer repressiveren Regelungen kenne ich deswegen aus eigener Erfahrung. Ich freue mich als Autor auf Kein Wietpas! mitarbeiten zu dürfen, weil ich nach all den Jahren meinen Anteil zu einem erneuten Wandel dieser Politik beitragen will.
Steve Thunderhead