Nachrichten der letzten Tage

Zuerst mal sorry dafür, dass momentan hier nicht so viel Output kommt. Nach einer längeren Durststrecke was meine Auftragslage angeht, muss ich jetzt besonders Gas geben, um finanziell wieder auf die Beine zu kommen. Der Bitte, mich mit Arbeit vollzupacken ist mein Auftraggeber nachgekommen und so lebe ich momentan fast ausschließlich in irgendwelchen (miesen) Hotels. Abgesehen davon bereite ich gerade eine zweite Existenzgründung vor, was das bisschen freie Zeit auch noch klaut. Es fällt mir natürlich sehr schwer, meine Blogs deshalb zu vernachlässigen und Euch Leser nicht mit Neuheiten zu versorgen.  In den letzten Tagen haben sich daher einige Nachrichten angesammelt, die ich Euch jetzt wenigstens kurz anreißen möchte. Bald habe ich wieder ein paar Tage Ruhe und ich kann mich wieder etwas mehr um Euch kümmern. Danke für das Verständnis!

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Der Cannabis Befreiungstag findet nun doch in Amsterdam statt! Nachdem er in der ursprünglichen Location angesagt wurde und es zeitweise so aussah, als würde man ihn in Eindhoven veranstalten, hat man nun doch eine neue Location in Amsterdam gefunden: Am 15. Juni findet er im Flevopark von 14-22 Uhr statt!

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Die niederländische Regierung redet sich bezüglich der Regulierung der Backdoor ja immer damit raus, dass “internationale Verträge” dies nicht ermöglichen würden. Rechtsanwalt Gerard Spong hat jetzt klar gestellt, dass das so prinzipiell richtig ist, aber bei einem Brechen dieser Verträge keinerlei Sanktionen vorgesehen sind. Soso…

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In einer niederländischen TV-Reportage wurden ein paar Zahlen aus den Niederlanden präsentiert:

  • Jeden Tag konsumieren ca. 550.000 Niederländer Cannabis
  • der jährliche Verbrauch läge bei ca. 60 Tonnen oder 5.000.000 €
  • es soll schätzungsweise 50.000 Plantagen im Land geben, pro fünf Strassen im Land eine…
  • 5000-6000 davon werden pro Jahr entdeckt. Also knapp 20 pro Tag. Dem Steuerzahler kostet das 165.000.000€
  • der jährliche Stromdiebstahl durch illegales Anzapfen beläuft sich auf ca. eine Milliarde kWh oder 200.000.000€

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Am vergangenem Mittwoch hat Piet Bruinooge (CDA),  Bürgermeister von Alkmaar (Noordholland), die fünf Coffeeshops der Gemeinde im Rahmen eines Überraschungsbesuch aufgesucht um mit den Betreibern über Probleme, Sorgen und Ängste zu sprechen.  Nach dem Besuch lobte er die Shops dafür, dass sie sich stets an die Regeln hielten. Schön, dass hier auf Dialog statt Abgrenzung gesetzt wird.

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Das  Ministerium für Volksgesundheit hat jetzt zwei Anträge für die Einrichtung von CSCs (Cannabis Social Clubs) in Utrecht abgelehnt. Als Begründung wurde angegeben, dass die Clubs keine wissenschaftlichen oder medizinischen Zweck erfüllen würden. Aufgeben wolle man aber nicht.

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Der Betreiber des Coffeeshops “Het Bunkertje” in Apeldoorn, darf seinen abgebrannten Laden wieder eröffnen.  Nachdem es dort innerhalb kurzer Zeit zu zwei Bränden kam (1/2) ist jetzt klar, dass es tatsächlich an fehlerhafter Elektrik lag und somit kein Verbrechen Schuld an dem Unglück hat. Die Betriebserlaubnis für die Location besteht weiterhin. Inhaber Ricardo de Kom hat bereits angekündigt, dass er das Gebäude wieder aufbauen werde.

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Haarlem festigt einmal mehr seinen Ruf als “Hemp City”: Wernard Bruining, legendärer Betreiber des ersten Amsterdamer Coffeeshops hat dort jetzt die erste Mediwiet-Klinik des Landes eröffnet. Dort können sich sich Menschen mit verschiedenen Cannabisprodukten unter ärztlicher Aufsicht behandeln lassen.

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Das “Manifest der Bürgermeister” ist mittlerweile von 54 niederländischen Gemeinden unterzeichnet worden.

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Auf coffeeshopbon.nl kann man sich jetzt Coffeeshopprodukte wie beim Pizza-Lieferdienst nach Hause liefern lassen. Derzeit wird noch geklärt, ob das Angebot legal ist.

 

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de