„The Post“ zeigt Scheitern des Wietpas

Ja, Micha und wilde13, ich hatte es gestern noch gesehen, habe aber nicht sofort die Sprengkraft des Artikel erkannt. War nicht mehr so ganz nüchtern ;-)

Das niederländische Nachrichtenmagazin „The Post Online“ titelte in einem Artikel groß: „Beweis: Das Scheitern des Wietpas, nun auch in Süd Limburg“ Zwar ist es leider (noch) keine Benachrichtigung über das komplette Ende der diskriminierenden Politik im Süden des Landes, aber der Artikel wird die Politik dazu zwingen, darauf zu reagieren.

Dem Nachrichtenmagazin wurden mehrere Diagramme zugespielt, die die Meldungen zur „Overlast“ in den Gemeinden Maastricht, Venlo, Venray, Roermond, Sittard-Geleen, Weert, Heerlen und Kerkrade 2011 mit denen von 2012 vergleicht. Ab Mai 2012 (Wietpaseinführung) gab es überall einen sprunghaften Anstieg, der dann zwar abflachte aber in den meisten Gemeinden stets über dem Vorjahresstand war.

Die Diagramme zeigen eindeutig, dass der Wietpas (und später das I-Kriterium) sein Ziel völlig verfehlt hat: Die Overlast hat zugenommen und der „Drogentourismus“ bleib erhalten. Ich denke mal, die Politik muss sich jetzt einigen unangenehmen Fragen stellen und: Handeln!

Vielleicht solltet Ihr schonmal das Ergebnis der letzen Sonntagsumfrage anschauen. Die Sitzung in Venlo dürfte sehr spannend werden…

mobo

"Coffeeshops sind mehr als nur eine schnöde Verkaufsstelle für Cannabis. Sie repräsentieren einen wichtigen Teil der weltweiten Cannabis-Kultur und sind ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austausches, unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe und Religion der Besucher. Daher sehe ich sie als schützenswertes Kulturgut an."
mobo aka Stefan Müller wurde 2012 mit der Schaffug von "Kein Wietpas!" erstmalig in der Szene aktiv.
Seit 2014 Headshopbetreiber mit dabbing.de
  • Nimrod

    Mich wundert ein wenig, dass sich die Zahlen in Heerlen, bis auf ein zwei Ausreißern, etwa die Waage halten. Man hat doch auch von Heerlen Videos mit den Drogendealern gesehen.

    Aber gerade die Zahlen von Maastricht, Roermond und Venlo zeigen ganz deutlich, dass der Wietpass und das I-Kriterium ihr Ziel nicht erreichen. Schon vor ein paar Tagen gab es einen Bericht zu der Overlast in Roermond, der das auch bestätigt :
    http://www.limburger.nl/article/20130228/REGIONIEUWS03/130229153/1321

    Bin mal gespannt, wie die Politik auf diese Zahlen reagiert.

  • Ist die Frage wieviel „Druck“ diese Seite ausrichten kann und wieviele Menschen diesen Artikel wirklich lesen. Ich denke Heerlen ist so ausgewogen, weil es dort noch nie wirklich eine Coffeeshopkultur gab. Heerlen ist eine „Arbeiterstadt“ und eher für chemische Sachen bekannt.

  • wilde13

    Wow, was ne Ehre, im ersten Satz auf zu tauchen!

    Und da sieht man es mal wieder , gestern noch, nicht ganz nüchtern,(gesättigt mit THC), und heute schon vor Neun Uhr wieder fit und fleißig.

  • Elli

    Leider nur Rang 747 der meistbesuchten Seiten in NL.
    Zum Vergleich: De Gelderlander hat Rang 377

    http://www.alexa.com/siteinfo/thepostonline.nl#

    • also leider kein „Mainstreammedium“…. mal sehen was passiert – aber ich erwarte nicht viel. Die Brüger von Süd-Limburg brauchen nur aus dem Fenster zu schauen – die brauchen keine Statistiken um festzustellen was vor deren Haustüre passiert.

    • Streuner

      http://www.alexa.com/
      Ist nicht Aussagekräftig.
      Die bekommen ihre Daten aus zwei Quellen.
      Von Nutzern, welche bewußt eine Symbolleiste von Alexa installierten – in der Absicht, sich themenverwandte Webseiten vorschlagen zu lassen.
      Von Nutzern, die sich ein Spyware Plugin unterjubeln ließen.
      (Wikipedia: „Die Symbolleiste wurde arglosen PC-Benutzern in großer Zahl als angeblich hilfreiche Software oder im Zuge der Installation anderer Programme angeboten.“)
      Nur so am Rande :-)

  • Ganjaman

    wann wird endlich in deutschen medien berichtet….warscheinlich traut sich da mal wieder keiner ran…huh, das strafgesetzbuch

    • Warum sollten die deutschen Medien über den Drugsoverlast in Limburg berichten!?!?!? Das interessiert doch hier (ausser uns!) niemanden…..

      • Josh

        Die Medien sollten über alles und umfassend berichten und nicht Halbwahrheiten verbreiten oder gar schweigen wie sie es jetzt tun.

        • Heute morgen war gaaaaanz schlimm…. Im Frühstücksfernseh war mal wieder ein Kamerateam mit der Polizei unterwegs um „Drogenfahrten“ aufzudecken.

          Die Polizisten (Drogenfindern genannt^^) fragte einen Autofahrer:
          „Haben Sie in der letzten Zeit einen Joint genommen?“ O-TON!

          Meine Antwort darauf wäre gewesen:“Man darf keinen Tabak essen, und ausserdem würde der Joint nicht wirken – hätte ich ihn gegessen!“

          Die schlimmste und dreisteste Auskunft jedoch war, dass man mindestens 48 Stunden vor einer Kontrolle keinen Joint NEHMEN darf – da ansonsten der FS weg wäre.

          Hallo!?! Geht´s noch!?! Ist THC vielleicht bis zu 6 Wochen nachweisbar, oder warum wird hier für eine Max.-Grenze gekämpft!?!

  • Hunter S Thomson

    da gibt es mehrere Ansätze, die mir spontan einfallen.Immerhin ist ja auch über die Einführung des Wietpasses in diversen Medien berichtet worden.

    • Aber nicht sonderlich viel und ausführlich. das war ja der Grund dafür, dass ich „Kein Wietpas!“ ins Leben gerufen habe…

      • Ganjaman

        und vor allen dingen wird nicht fair berichtet; das cannabis medizin ist, ist unter wissentschaftlern unumstritten mittlerweile; ist doch logisch….ißt man eine zigarette stirbt man, ein wellensittich an ein paar krümmeln tabak; habe noch kein Backbuch „gut backen mit tabak“ gesehen…und tabak ist legal…ha,ha..

  • Gerd50

    OT:

    Ich bitte erneut um Aufmerksamkeit für abgeordnetenwatch.de.

    Es gibt weitere Fragen zur deutschen Drogenpolitik. Wir kommen
    inzwischen auf 20 bis 40 auf Antwort Wartende pro Frage. Im Verhältnis
    zu anderen Fragen ist das viel und bringt zum Ausdruck, das Thema
    brennt unter den Nägeln. Schlagzahl erhöhen kann dennoch nicht
    schaden :-)

    http://www.abgeordnetenwatch.de/frage-597-44443–f373003.html#q373003

    http://www.abgeordnetenwatch.de/frage-575-37969–f373095.html#q373095

    http://www.abgeordnetenwatch.de/frage-575-37544–f372980.html#q372980

    http://www.abgeordnetenwatch.de/mechthild_dyckmans-575-37544–f373079.html#q373079

  • L.A. Confidential

    Guck sich einer diesen Vollidioten an:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Ivo_Opstelten

    Vor ihm hat sich kaum ein Holländer über deutsche Kiff-Touristen beschwert. Die Einwohner auch nicht.

    Und niederländische Politiker, die ihm die Verfehltheit seiner Denkweise vor Augen führen, von denen will er

    nichts wissen, weil es ihm seine Eltern so eingebläut haben.

    Dann kommt dieser Alleingänger, denkt er müßte hier alles aufgrund von ideologischer Verbohrtheit durcheinanderbringen,

    und mischt sich in den Lebensplan von tausenden von jungen Männern ein!!!!!!!!!!

    Das ist doch der Gipfel der Unverschämheit!!!!!!!!!

    Dieser blöde Vollidiot bringt mir mein ganzes Leben durcheinander.

    Ich würde ihn zusammenschlagen. Ohne Zögern

  • L.A. Confidential

    Opstelten wurde als Sohn eines Bankiers geboren.

  • L.A. Confidential

    Und ist für die Beschaffungs-Probleme von zig Tausenden Menschen verantwortlich, die ohne ihn massenhaft gutes für die Menschheit bewirken könnten. Aber am Ende zählt für einen Bankier das Geld auf dem Konto, das einen Menschen ausmacht.

  • Ganjaman

    ja schon; aber so ist nunmal die gesetzeslage; mehr als das richtige wählen und hoffen, dass die gesetze geändert werden bleibt nicht….in der zwischenzeit nicht erwischen lassen und weiter der individuellen spiritualität widmen, die vom grunggesetz her erlaubt ist….und das zählt für mich

    • L.A. Confidential

      „Seit Frühjahr 2008 bis 2010 fungierte er als Vorsitzender der liberalen Partei VVD.“

      Haha, nur ist bei den neoliberalen nicht sehr viel übrig geblieben von der individuellen
      Spiritualität. Wir müssen dem Wirtschaftswachstum dienen, sonst ist’s ein Verbrechen…

    • L.A. Confidential

      haltet mich einer fest, aber war die liberale Bewegung im Prinzip nicht dazu gedacht, sich staatlicher Repressalien zu erwehren, die den einzelnen Bürger in seiner Freiheit grundlegende beschränken und einengen?

      • Elli

        eigentlich schon. In unserem Fall sind glaub ich nicht vordergründig die Liberalen das Problem, sondern die Konservativen. Viele sagen ja auch, sie wollen die FDP der Genscher-Ära wieder haben, die ja genau dafür stand. Aber heute ist eine andere Zeit. Der Staat ist nicht mehr so mächtig und umfassend wie früher.