Maastrichter Gaststätten riskieren Schliessung bei Alkoholverkauf an Jugendliche

Gleiches Recht für alle. Maastrichter Gaststätten, die Alkohol an Jugendliche verkaufen, riskieren demnächst für drei Monate geschlossen zu werden. Supermärkten droht der Entzug der Erlaubnis zum Alkoholverkauf. Bürgermeister Onno Hoes kündigte gestern an, dass er die neuen Regeln gegen den Alkoholkonsum von Minderjährigen, gegen Ende des Jahres einführen will.

Auslöser dieser Initiative ist das Ergebnis einer Untersuchung, bei der 15-jährige unter Aufsicht einer Firma, welche die Untersuchung durchgeführt hat, Alkohol in Gaststätten und Supermärkten gekauft haben.

Von 88 untersuchten Verkaufsstellen haben 81% Alkohol an die Jugendlichen verkauft. Da nach dem neuen Gaststättengesetz der Niederlande die Gemeinde verantwortlich ist, soll nun dagegen vorgegangen werden.

Neu ist hierbei, das die Gaststätten, die Alkohol an Minderjährige verkaufen, nicht nur Gefahr laufen die Ausschankgenehmigung zu verlieren, sondern ab jetzt auch für drei Monate geschlossen werden können, so wie es bei Coffeeshops schon lange üblich ist.

Steve Thunderhead

Steve Thunderhead

Ich lebe seit mehr als vierzig Jahren an der niederländischen Grenze. Die Entwicklung der niederländischen Cannabispolitik verfolge ich seit den achtziger Jahren, als ich zum ersten Mal einen Coffeeshop besucht habe. Die langsame Veränderung von einer pragmatischen und toleranten Politik zu immer repressiveren Regelungen kenne ich deswegen aus eigener Erfahrung. Ich freue mich als Autor auf Kein Wietpas! mitarbeiten zu dürfen, weil ich nach all den Jahren meinen Anteil zu einem erneuten Wandel dieser Politik beitragen will.
Steve Thunderhead