Neue Offensive gegen Cannabisanbau

Der Kampf gegen illegale Hanfplantagen soll verstärkt werden.
Der Kampf gegen illegale Hanfplantagen soll verstärkt werden.

Kommunen, Finanzamt, Steuerfahndung, Polizei und das Regionaal Informatie- en Expertisecentrum (RIEC) wollen ab dem nächsten Jahr in Limburg eine große gemeinsame Offensive gegen Cannabisanbau starten. Ziel des neuen Projektes ist es, die organisierte Kriminalität, welche hinter dem großangelegten Cannabisanbau vermutet wird, an allen Fronten zu bekämpfen. Dies beinhaltet sowohl den Innen- wie den Außenanbau.

“Zuvor sollen alle Teilnehmer Leute zur Verfügung stellen.”, sagte Antoin Scholten (VVD), Bürgermeister von Venlo und Verwaltungsleiter des Projekts. “Mit den Limburger Gemeinden und anderen Institutionen haben wir dies jetzt vereinbart. Wir stehen in den Startlöchern und beginnen sofort im nächsten Jahr. Den Kampf gegen den Cannabisanbau können wir nicht einfach nur der Polizei überlassen. Die hat dafür nicht genügend Kapazität. Darüber hinaus macht es wenig Sinn, von einer zur anderen Cannnabisplantage zu laufen und die Pflanzen zu vernichten, weil das keine Folgen für die dahinterstehende Organisierte Kriminalität hat”.

Der Limburger Agrar- und Gartenbauverband (LLTB) hat die Bekämpfung des Freilandanbaus im vergangenen Jahr kritisiert. Nach Cécile van Herten, beim LLTB mit der Bekämpfung des Cannabisanbau betraut, haben die verantwortlichen Stellen viel zu spät grünes Licht gegeben für den Einsatz von Hubschraubern. Deswegen konnten die Räumungstermine für die entdeckten Cannabisplantagen nicht geplant werden, so dass zwei Drittel der Hanfpflanzen nicht entfernt wurden. Darüber hinaus wurden nur noch vier Flüge durchgeführt, stellt der LLTB fest. Aus diesem Grund wurden nicht alle Maisfelder überprüft.

In Limburg wurden in siebzig Orten Hanfpflanzen zwischen Mais entdeckt. Ein Polizeisprecher räumt ein, dass wegen des Kapazitätsdefizites in diesem Jahr eine Reihe von Cannabisplantagen nicht geräumt wurde.

Steve Thunderhead

Steve Thunderhead

Ich lebe seit mehr als vierzig Jahren an der niederländischen Grenze. Die Entwicklung der niederländischen Cannabispolitik verfolge ich seit den achtziger Jahren, als ich zum ersten Mal einen Coffeeshop besucht habe. Die langsame Veränderung von einer pragmatischen und toleranten Politik zu immer repressiveren Regelungen kenne ich deswegen aus eigener Erfahrung. Ich freue mich als Autor auf Kein Wietpas! mitarbeiten zu dürfen, weil ich nach all den Jahren meinen Anteil zu einem erneuten Wandel dieser Politik beitragen will.
Steve Thunderhead