Sicherheitsbeamte beschlagnahmen Cannabisprodukte bei Reggaefestival

In Rotterdam fand am letzten Wochenende zum zweiten Mal das Festival ‘Reggae Rotterdam’ statt, bei dem unter anderem auch die Reggaelegende Jimmy Cliff auftrat. Reggaemusik, draussen bei diesem Wetter. Na das läd doch einfach dazu ein, ein Jointje zu rauchen und ganz gechilled die Musik zu geniessen und in den Niederlanden zudem ohne Angst und Sorgen, dass irgendwer nach der Rauchware trachtet – doch weit gefehlt, denn der Veranstalter sah das etwas anders.
Die Sicherheitsmitarbeiter, welche die Eingänge kontollierten, nahmen mitgebrachte Cannabisprodukte in Beschlag und erlaubten trotz der Duldung keine Joints oder ähnliches auf dem Gelände.
Die Rotterdamer Polizei veröffentlichte später ein Bild der beschlagnahmten Produkte und zeigte sich zufrieden mit der Aktion.

Das wirft nun die Frage auf, warum man auf einem abgeschlossenen Gelände während eines Festivals kein Cannabis konsumieren? Und wenn noch nicht mal da, wo darf man das denn dann noch in Zukunft.
Das alles fand im Namen der Sicherheit statt. So wirklich einleuchtend erscheint diese Begründung jedoch nicht, denn wieso wird ein Festival sicherer, wenn man dem Reggaefan seinen Joint wegnimmt?

Steve Thunderhead

Steve Thunderhead

Ich lebe seit mehr als vierzig Jahren an der niederländischen Grenze. Die Entwicklung der niederländischen Cannabispolitik verfolge ich seit den achtziger Jahren, als ich zum ersten Mal einen Coffeeshop besucht habe. Die langsame Veränderung von einer pragmatischen und toleranten Politik zu immer repressiveren Regelungen kenne ich deswegen aus eigener Erfahrung. Ich freue mich als Autor auf Kein Wietpas! mitarbeiten zu dürfen, weil ich nach all den Jahren meinen Anteil zu einem erneuten Wandel dieser Politik beitragen will.
Steve Thunderhead