Heerlen und Kerkrade nehmen die Suche nach illegalem Cannabisanbau in die eigene Hand

Die Gemeinden Heerlen und Kerkrade (beide Limburg) wollen das Vorkommen von Cannabisplantagen in Lagerhäusern, Containern und Industriegebäuden gemeinsam strenger überwachen.
Das gaben die Bürgermeister Emile Roemer (SP) von Heerlen und Jos Som (CDA) von Kerkrade am Dienstag bekannt.

Bisher hat die Polizei solche Räumlichkeiten nur auf konkreten Verdacht überprüft. Aber die Kommunen wollen die Kopntrolle nun selber übernehmen. Sie wollen in großem Maßstab alle Gebäude prüfen,
die für den Cannabisanbau geeignet sind. Dafür wurden für die nächsten drei Jahre mehr als 1,5 Millionen Euro aus dem nationalen Ondermijningsfonds zur Verfügung gestellt.
Die Kommunen wollen dafür acht Inspektoren ernennen. Sobald diese im Laufe das Jahres 2019 ernannt wurden, beginnen die Kontrollen.

Im Jahr 2014 führte der Anbau von Cannabis in Kerkrade und Heerlen zu mehr als siebenhundert Anzeigen und Schließungen von Gebäuden.
Die Anzahl der Standorte, an denen Wiet angebaut wurde, ist nach Ansicht beider Gemeinden wahrscheinlich sehr viel höher.
Die Inspektionen sollen nach etwa einem Jahr über den gesamten Südosten von Limburg auf alle Parkstad-Gemeinden ausgedehnt werden.

Steve Thunderhead

Steve Thunderhead

Ich lebe seit mehr als vierzig Jahren an der niederländischen Grenze. Die Entwicklung der niederländischen Cannabispolitik verfolge ich seit den achtziger Jahren, als ich zum ersten Mal einen Coffeeshop besucht habe. Die langsame Veränderung von einer pragmatischen und toleranten Politik zu immer repressiveren Regelungen kenne ich deswegen aus eigener Erfahrung. Ich freue mich als Autor auf Kein Wietpas! mitarbeiten zu dürfen, weil ich nach all den Jahren meinen Anteil zu einem erneuten Wandel dieser Politik beitragen will.
Steve Thunderhead